Dienstag, 2. März 2010

SPRACHraum: Kein Erpresserbrief!

Nachschlag in Sachen Typo gefällig? Gerne! Kleine Lesefrucht aus der "Sonntags-Presse" vom 28.2.2010: Ein Text von Ilse Aichinger (Fischer Verlag) gesetzt von "breadedEscalope". Näheres über das Trio "Schnitzel" auf www.breadedescalope.com
Bild: Die Presse, breadedEscalope

KUNSTraum: Sprache bildlich


Aus aktuellem Anlass ein kleiner Ausflug in die Typographie, ursprünglich die Lehre der Buchdruckerkunst. Heute handelt es sich dabei um die Kunst der Gestaltung der gedruckten Schrift. Der Bedarf an neuen Schriften ist groß, Individualität wird groß geschrieben. Auch Schriften, so Helge Schalk, der Art Director der Tageszeitung „Die Presse“, haben einen Charakter. So kann eine Schrift durchaus selbstbewusst, geradlinig, sympathisch und humorvoll sein. Oder wie Schalk bei Workshops gerne fragt: „Wie ist das u gebaut? Lacht das e, reckt sich das p mutig oder duckt es sich?“ Im besten Fall ist jeder Buchstabe eine Persönlichkeit!

Apropos: Die Erfinder der besten Schrift 2009 heißen Typejockeys und sitzen in Wien. Ihre Schrift „Ingeborg“ wurde von Fontwerk, dem deutschen Branchenblog, auserkoren.


Wer noch tiefer in die Materie eintauchen will ist ab 4.3.2010 bis einschließlich 12.6.2010 in der Ausstellung „Shape my Language“ gut aufgehoben. In der Walking-Chair-Gallery in Wien stellt der britische Typo-Fachmann Bruno Maag seine Schriftdesigns aus. Von ihm stammen immerhin so bekannte Fonts wie Mövenpick (2001), World of TUI (2004) oder Swisscom (2008). Auf der Homepage des Grafikdesigners sind übrigens auch seine T-Shirts und Posters erhältlich! Maags Credo: „Visualize the spoken“
www.walkingchair.com/gallery
Bilder: Typejockeys, Walking Chair Gallery